Brandneues

Brandneues aus der Praxis Dr. Müller

 

Coronavirus (2019-nCoV)

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Um eine Erkrankungswelle zu verlangsamen, bitten wir, sie Folgendes zu beachten:

Bei akuten Atemwegserkrankungen, Kontakt mit Erkrankten an Covid 19, oder Rückreise aus Infektions-Ländern kommen sie bitte

nicht sofort in die Praxis, sondern rufen uns zuvor an unter 09852 2818, oder kontaktieren sie die KV Hotline unter 116117.

Diese Rufnummer steht ihnen 24 Stunden offen. Dort werden sie fachlich beraten. Soweit erforderlich wird von dort ein Hausbesuch organisiert und auch ein Abstrich entnommen.

Folgendes Vorgehen hat sich bewährt, wenn sie einen Abstrich wünschen: Sie rufen uns in jedem Fall zunächst an. Abstriche ohne Voranmeldung führen wir nicht durch. Wenn sich mehrere Patienten anmelden, werden sie einen Sammeltermin erhalten. Das Ergebnis erhalten sie in der Woche in der Regel nach 24 Stunden. Sie können dieses in der Praxis selbst abholen oder eine Person schriftlich beauftragen. Telefonische Abfragen sind aus datenschutzrechtlichen Gründen nich möglich. Bei positivem Ergebnis wird das Gesundheitsamt direkt infgormiert.

 1. Reiserückkehrer allgemein aus nicht Risikogebieten und Wunschunter-suchungen-> kostenfrei auf Versichertenkarte                                                    

2. Reiserückkehrer aus Risikogebieten oder nach Kontakt -> kostenfrei auf Versichertenkarte und Quaratäne bis zum Ergebnis.                                         

3. Reihenuntersuchungen für Betriebe nur nach Anmeldung -> Abrechnung mit dem Betrieb

Wo kann ich mich zuverlässig informieren?

ð  Robert Koch-Institut (RKI): Neuartiges Coronavirus (2019-nCoV), https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

ð  Auswärtiges Amt aktualisiert regemäßig Informationen für Reisende https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/chinasicherheit/200466

–Wie wird das Coronavirus übertragen?

Wie genau und vor allem wie schnell sich das Virus ausbreitet, ist noch nicht abschließend geklärt: Tier zu Mensch-Übertragungen sind bestätigt. Es sind wohl mehrere Infektionswege möglich:

  • Tröpfcheninfektion (z.B. feinste Husten-Tröpfchen)
  • Aerosole besonders in geschlossenen Räumen
  • Schmierinfektion (z.B. Viren gelangen über kontaminierte Händen auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund)

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Aktuell wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tagen dauert (Information RKI, Stand 24.01.20). Infizierte Personen sind wahrscheinlich schon vor Ausbruch der Krankheit ansteckend (Auswärtiges Amt, Stand 27.01.2020).

Welche Symptome haben Erkrankte?

Manche Patienten haben nur leichte Erkältungssymptome (wie die bisher bereits bestätigten Fälle aus Bayern), andere eine sehr schwere und zum Teil tödlich verlaufende Atemwegserkrankung. Die Symptome sind Husten, Atemprobleme, Fieber und Schüttelfrost, Geschmackstörungen. Als Komplikation kann eine Lungenentzündungen auftreten.

Wer ist besonders gefährdet?

Es wird derzeit davon ausgegangen, dass besonders ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z. B. nach Organtransplantation, Krebserkrankung) oder mit schwerwiegenden Grunderkrankungen (z.B. Diabetes, chronischen Lungen- oder Nierenerkrankungen) besonders gefährdet sind, schwere Verlaufsformen zu entwickeln. Wie bei einer Grippeerkrankung oder anderen Virusinfektionen könneninnere Organe und Nervenstrukturen befallen sein. Deshalb gilt sechs Monate Sportverbot nach überstandener Erkrankung.

Was muss ich bei einer Erkrankung beachten?

  • Rufen sie die oben angegebenen Telefonnummern an, wenn sie nach einem Aufenthalt in Riskokogebieten an einem plötzlich auftretenden Infekt der Atemwege (inkl. Fieber) erkranken.
  • Wenn die Beschwerden innerhalb von zwei Wochen nach einer Reiserückkehr oder nach Kontakt zu Personen, die aus den Risikogebieten zurückgekehrt sind auftreten, informeren sie ihren Hausarzt (telefonisch vor Aufsuchen der Praxis).

Wie kann ich mich schützen?

  • Meiden Sie Menschenansammlungen
  • Vermeiden sie den Kontakt mit (kranken) Menschen
  • Meiden sie Märkte mit Tierprodukten
  • Achten sie auf regelmäßige Handhygiene (siehe unten)
  • Hände aus dem Gesicht halten
  • Tragen sie  einen Mundschutz (siehe unten)
  • Niesen und husten Sie in Ihre Armbeuge
  • Eine Schutzimpfung gegen 2019-nCoV-Coronaviren steht bislang nicht zur Verfügung
  • Sie sollten sich jetzt gegen Grippe impfen lassen und wenn sie über fünzfig Jahre alt sind auch gegen Pneumokokken.
  • Berichtet wird, dass alkoholische oder iodhaltige Mundspülungen die Viruslast mindern.

1.         Schutzmaßnahmen – Händewaschen

Händewaschen senkt tatsächlich die Häufigkeit von Infektionskrankheiten. Um eine ausreichende Wirkung beim Händewaschen zu erzielen, ist die richtige Methode entscheidend.

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt folgenden Ablauf beim Händewaschen:

  • Hände unter fließendem Wasser anfeuchten
  • Hände gründlich einseifen
  • Die Seife auf dem Handrücken, den Handgelenken und zwischen den Fingern verreiben
  • Hände unter fließendem Wasser gut abspülen
  • Hände sorgfältig mit einem frischen Einmalhandtuch abtrocknen

Das Waschwasser sollte lauwarm sein, da zu heißes Wasser die Haut stark austrocknet.

Tipps:

  • Verzichten Sie auf das Tragen von Armbanduhr, Armbändern oder -reifen sowie Ringen
  • Armaturen & Türklinken auf Toiletten mit Papiertüchern bedienen

2.         Schutzmaßnahmen – Händedesinfektion

Eine Händedesinfektion kann bei erhöhtem Infektionsrisiko durchaus sinnvoll sein. Auch wenn unterwegs kein fließendes Wasser zur Verfügung steht, ist die Händedesinfektion eine praktische Alternative.

Wenn sie eine Händedesinfektion als zusätzliche Maßnahme zur Vorbeugung durchführen möchten, können sie Händedesinfektionsmittel in kleinen Flaschen erwerben. Hierbei sollten sie allerdings auf ausreichende Wirksamkeit dieser Mittel achten (viruzid! Siehe weiter unten). Sinnvoll ist es, auf die Herstellerhinweise zu achten und sich ggf. fachlich beraten zu lassen, z. B. in einer Apotheke. Händedesinfektionsmittel, die vom Robert Koch-Institut (RKI) oder vom Verbund für Angewandte Hygiene (VAH) gelistet sind und das Wirkungsspektrum begrenzt viruzid, begrenzt viruzid PLUS oder viruzid haben, sind sinnvoll:

       

  • Begrenzt viruzide Desinfektionsmittel inaktivieren neben Bakterien alle behüllten Viren. Behüllte Viren sind z.B. Corona- und Influenzaviren
  • Begrenzt viruzid PLUS Desinfektionsmittel inaktivieren neben Bakterien, behüllten Viren zusätzlich die unbehüllten Adeno-, Rota- und Noroviren (Magen-Darm-Erreger)
  • Viruzide Desinfektionsmittel inaktivieren neben Bakterien, behüllte Viren und auch alle unbehüllten Viren.
  • Viele Anwender haben bei der häufigen Verwendung von viruziden Händedesinfektionsmitteln eher Haut- und Atemwegsprobleme als bei der Anwendung von begrenzt viruziden und begrenzt viruzid PLUS-Händedesinfektionsmitteln.
  • Gegen Viren wirksame Desinfektionsmittel sind ausschließlich in Apotheken erhältlich (NICHT in Drogerien und Supermärkten)

Wie wird eine Händedesinfektion durchgeführt?

  1. Desinfektionsmittel in ausreichender Menge (mind. 3 ml je nach Handgröße) in die hohle trockene Hand geben.
  2. Desinfektionsmittel über sämtliche Bereiche der trockenen Hände einreiben
    1. Innen- und Außenflächen einschließlich der Handgelenke, Finger-zwischenräume, Fingerkuppen, Nägel, Nagelfalze und Daumen
    2. für die Dauer der Einwirkzeit feucht halten, ggf. Desinfektionsmittel nachnehmen
  3. Das Händedesinfektionsmittel bis zur vollständigen Abtrocknung in die Hände einmassieren. Dies dauert im Allgemeinen etwa 30 Sek.
    (Singen Sie zwei Mal Happy Birthday).

Sind Händedesinfektionsmittel hautschädigend?

Händedesinfektionsmittel bestehen überwiegend aus Alkohol. Dazu kommen rückfettende Sub-stanzen und ggf. Duftstoffe. Durch die Händedesinfektion erleidet die Haut nur einen geringen Fettverlust und keine pH-Wert-Veränderung. Der Säureschutzmantel bleibt intakt.

Hautschädigungen durch Händedesinfektionsmittel sind äußerst selten. Allergien gegen Alkohol sind bisher nicht bekannt. Unverträglichkeiten basieren meistens gegenüber Duftstoffen oder anderen Inhaltsstoffen oder durch eine falsche Anwendungstechnik.

Die mit Desinfektionsmittel benetzten Hände müssen so lange gerieben werden, bis das Desinfektionsmittel vollständig einmassiert wurde (Hände sind „trocken“). Nur dann können die rückfettenden Pflegesubstanzen optimal zur Wirkung kommen.

Zu häufiges Händewaschen hingegen kann eine Entfettung der Haut durch warmes Wasser und Seifen, eine Verschiebung des pH-Werts und damit einen Verlust des Säureschutzmantels nach sich ziehen. Im schlimmsten Fall können sich dadurch Hauterkrankungen bilden.

Wann und wie oft sollte Händehygiene durchgeführt werden?

  • vor dem Essen
  • nach dem Toilettenbesuch
  • nach dem Niesen, Schnäuzen oder Husten
  • nach dem Kontakt mit Abfällen
  • jedes Mal beim Ankommen zuhause, im Büro, im Hotelzimmer o. ä.
  • nach Kontakt mit schmutzigen, kontaminierten Materialien (z. B. öffentliche Verkehrsmit-tel, Treppengeländer, Haltegriffe, Gartenarbeit)
  • nach dem Umgang mit Tieren
  • nach dem Besuch bei Kranken oder Kontakt mit Gegenständen von Kranken

3.         Schutzmaßnahmen – Mund-Nasen-Schutz (MNS)
            und Partikelfiltrierende Halbmaske (FFP)

Das Tragen eines Mundschutzes kann die individuellen Schutzmaßnahmen (z.B. intensive Händehygiene, eigene Hände aus dem Gesicht halten)  ergänzen. Inzwischen haben sich MNS im Alltag bewährt Eine Infektion mit dem 2019-nCoV  kann nicht zu 100% verhindert werden. Der Sinn der Masken liegt in der Vermeidung  der Weitergabe der Viren bei Erkrankten auf Gesunde, weniger der Abschirmung nicht Erkrankter. Eine Gesundheitsgefahr geht von MNS nicht aus. Der Gasaustausch wird nicht behindert, eine geringe Erhöhung des Atemwiderstandes hat bei Asthmapatienten sogar einen Nutzen.

  • Bei selbstgenähten Masken, einlagigen Papiermasken und Masken ohne Normen-Kennzeichnung ist die Schutzwirkung ungewiss. Verzichten sie auf diese Materialien!
  • Mund-Nasen-Schutz (MNS) (synonym Operationsmasken, OP-Masken) gemäß EN 14683 schützen den Träger vor kleinen Speichel-/Schleimtröpfchen und vor z. B. größeren Tröpfchen im Auswurf (z. B. Husten) anderer Personen. Zudem verhindert der MNS das Berühren von Mund-, Nasen- und ggf. Augenschleimhäuten mit kontaminierten Händen. MNS gemäß EN 14683 sind in Apotheken erhältlich. Ein MNS schützt nicht vor dem Einatmen kleinster (mit Viren belastete) Aerosole.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt beispielsweise das Tragen von MNS bei der medizinischen Erstversorgung von Coronavirus-Verdachtsfällen.

  • Partikelfiltrierende Halbmasken (FFP) haben bei korrekter Anwendung eine noch höhere Schutzwirkung als der MNS. Sie schützen vor dem Einatmen von Aerosolen (kleinster Tröpfchen). Je nach Rückhaltevermögen des Partikelfilters wird nach den Geräteklassen FFP1, FFP2 und FFP3 unterschieden. FFP3-Masken haben die höchste Schutzwirkung. Ausreichend sind FFP2-Masken.

Die FFP-Masken sollten nach der europäischen Norm DIN EN 149 geprüft sein.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt beispielsweise das Tragen von FFP2-Masken bei der medizinischen Versorgung von wahrscheinlichen Coronavirus-Fällen bzw. bei bereits bestätigten Fällen einer Infektion. Das medizinische Personal hält sich dann allerdings auch in geschlossenen Räumen mit dementsprechend hoher Viruspartikelanzahl in Raumluft auf, sodass die höhere Schutzwirkung durch FFP2-Masken erforderlich ist.

Das Tragen einer FFP-Maske über längere Zeit ist körperlich anstrengend. Das Atmen ist auch für gesunde Menschen sehr beschwerlich. Wärme staut sich unter der Maske. Das Tragen von FFP2-Masken ist anstrengender als das Tragen von FFP1-Masken.

Anwendung von MNS und FFP-Maske

  • MNS und FFP-Masken trocken, vor Verschmutzung geschützt lagern
    und transportieren
  • MNS und FFP-Masken sind Einmalartikel. Nach der Benutzung entsorgen
  • Vor dem Anziehen Hände, wenn möglich, waschen oder desinfizieren
  • Innenseite von MNS und FFP-Masken nicht mit Händen berühren
  • Vor dem Anziehen von MNS und FFP-Maske den Nasenbügel vorsichtig vorknicken
  • MNS und FFP-Masken müssen eng am Gesicht anliegen. Nasenbügel vorsichtig anpassen. Sitz der Haltegummis oder Schlaufen anpassen.
  • Wenn MNS und FFP-Masen durchfeuchtet sind, müssen sie entsorgt werden.
  • Beim Abnehmen von MNS und FFP-Maske die äußere Oberfläche der Masken nicht mit Mund, Nase, Schleimhäuten oder ungeschützten Händen berühren.
  • Bei Umgang mit Erkrankten sind Schutzkittel und -brillen sinnvoll.

Quellen:

  • Robert Koch-Institut: Neuartiges Coronavirus (2019-nCoV), https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html (heruntergeladen am 27.01.2020)
  • Robert Koch-Institut: Infektionsepidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2003
  • Auswärtige Amt, China: Reise- und Sicherheitshinweise, Aktuelles. https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/chinasicherheit/200466#content_1 (heruntergeladen am 27.01.2020)
  • Auswärtiges Amt – Gesundheitsdienst: Neuartiges Coronavirus. Informationen für Beschäftigte und Reisende. Stand 27.01.2020 (heruntergeladen am 27.01.2020)
  • Bayrisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder Partikelfiltrierender Atemschutz (FFP). Stand 05.01.2016 (heruntergeladen am 27.01.2020)
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Reisemedizin (Quelle CRM, Centrum für Reisemedizin)

Deutschland
Corona-(Pflicht)Tests und Quarantäne
Eine zweiwöchige Quarantänepflicht besteht prinzipiell für Einreisende, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Seit dem 08. August 2020 gilt für Einreisende aus Risikogebieten eine Corona-Testpflicht. Die Tests können am Flughafen und an den Häfen durchgeführt werden. Erfolgt die Einreise weder per Luft- noch per Seefahrt, muss der Test nach telefonischer Absprache unter der Nummer 116-117 erfolgen. Die Einreisenden unterliegen bis zum Eintreffen des negativen Testergebnisses der Quarantäne. Seit dem 1. August werden die Kosten für alle Rückkehrer vom Bund oder anteilig vom öffentlichen Gesundheitsdienst der Länder übernommen, sobald innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise getestet wird. Für Luxemburg gilt eine Sonderregelung, um den Pendlerverkehr nicht zu beeinträchtigen. Einreisende, die weniger als 72 Stunden in Luxemburg verbringen, oder einen triftigen Grund, wie etwa die Pflege eines Familienmitglieds, nachweisen, können ohne Weiteres nach Deutschland zurückkehren. Auch dürfen Einreisende, die ein negatives Coronatest-Ergebnis, welches nicht älter als 48 Stunden sein darf und in einem akkreditierten Labor erfolgt sein muss, problemlos nach Deutschland einreisen.

Eine Übersicht von Risikogebieten veröffentlicht das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite.

Auch Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten haben die Möglichkeit sich in Deutschland kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen.

Reisen in der EU
Zahlreiche Länder haben Einreisekontrollen und Einreisebeschränkungen für Touristen aus Deutschland eingeführt.

Die Einreisebeschränkungen seitens Deutschlands bzw. der EU-Länder für Personen aus Drittstaaten wurden seit Anfang Juli schrittweise aufgehoben. So werden nach und nach Länder in eine sog. „Positivliste“ aufgenommen. Seit 2. Juli gilt die Einreisebeschränkung nicht mehr für Staatsangehörige Australiens, Georgiens, Kanadas, Neuseelands, Thailands, Tunesiens und Uruguays.

Seit dem 15. Juni sind die Grenzen zwischen Deutschland und seinen Nachbarstaaten wieder ohne Kontrollen überquerbar. Die norwegischen Grenzen wurden wieder für alle Zwecke geöffnet. Finnland empfängt seit dem 13. Juli wieder deutsche, österreichische und schweizerische Urlauber. Am 15. Juli wurde die Reisewarnung für Schweden aufgehoben. Entgegen der anfänglichen Ankündigung Flüge vom Festland, sowie die Wiedereröffnung der Hotels für Anfang Juli zu planen, ist das Reisen nach Spanien seit dem 22. Juni wieder möglich. Die mallorquinischen Strände sind auf eine Besucherzahl von 27.600 Gästen begrenzt. Mehrere Lokale am Ballermann haben ihre Türen seit dem 15. Juli wieder schließen müssen. Seit dem 28. Juli rät das Auswärtige Amt von nicht notwendigen, touristischen Reisen in die autonomen Gemeinschaften Aragón, Katalonien und Navarra aufgrund erneut hoher Infektionszahlen und örtlichen Absperrungen ab. Das griechische Festland kann bereits seit dem 18. Mai wieder besucht werden. Flüge zu den griechischen Inseln sind seit Anfang Juli möglich. Am 29. Juni wurde bekannt, dass 48 Stunden vor der Einreise in Griechenland eine Anmeldung bei der griechischen Zivilschutzbehörde erfolgen muss. Ein auf das Smartphone geschickter Barcode muss bei der Einreise vorgelegt werden. Dieser bestimmt über die Notwendigkeit eines Corona-Tests. Dennoch wurde in der ersten Juli-Woche eine drastische Erhöhung der Neuinfektionen, bedingt durch Touristen, vermerkt. Die portugiesische Algarve, welche nur sehr wenig SARS-CoV-2-Fälle vermerkte, hat am 6. Juni ihre Strände wiedereröffnet. Ein erneuter Ausbruch im Lissabonner Großraum führte zu Ausgangssperren in 19 Gemeinden. Diese wurden mittlerweile wieder aufgehoben, es gelten dennoch bis zum 15. August bestimmte Einschränkungen. Die Grenzen zu Spanien wurden am 1. Juli wieder geöffnet. Die portugiesische Atlantikinsel Madeira erlaubt die Einreise von Touristen. Diese müssen sich bei der Einreise einem Corona-Test unterziehen, dürfen das Ergebnis jedoch ohne Einschränkungen abwarten.

Die französische Regierung hat am 14.08.2020 Paris als Hochrisikogebiet definiert. Verschiedene Länder, wie Spanien oder die Türkei wollen „Covid-free“-Zertifikate an Hotels vergeben, die sich an bestimmte Vereinbarungen, wie das Verbot von Küssen oder Umarmungen der Kunden, stimmgesteuerte Aufzüge und angemessene Sicherheitsvorkehrungen für das Putzpersonal, halten.

Reisen außerhalb der EU
Obwohl die weltweite Reisewarnung für alle Länder außer den EU-Mitgliedstaaten, Schengen-assoziierten Staaten und dem Vereinigten Königreich bis zum 31. August verlängert wurde, ist Reisen außerhalb der EU voraussichtlich bald wieder möglich. Einreisende in das Vereinigte Königreich müssen sich vor ihrer Einreise elektronisch anmelden. Montenegro hatte die Epidemie Anfang Juni für beendet erklärt, mittlerweile gilt für Reisende aus Montenegro, aufgrund der hohen Zahl an Neuinfektionen, jedoch wieder ein EU-Einreiseverbot. Das Reisestopp für 5 weitere Balkanstaaten (Albanien, Kosovo, Nordmazedonien, Bosnien und Herzegowina, sowie Serbien) wurde am 1. Juli aufgehoben. Island (Schengen-assoziierter Staat) hat am 15. Juni seine Reisebeschränkungen für Europäer aufgehoben. Seit Ende Juni sind Reisen nach Jamaika beschränkt möglich. Touristen dürfen sich dann in einem von der Tourismusbehörde bestimmten Korridor entlang der Nordküste in zertifizierten Hotels aufhalten. Thailand erwartet frühestens für das vierte Quartal wieder Touristen aufzunehmen. Die Anreise an Flughäfen soll wieder ermöglicht werden. Neben den erhöhten Hygienemaßnahmen werden einige Flughäfen die Passagiere nach dem Verlassen des Flugzeugs auf SARS-CoV-2 untersuchen. Ägypten hat seine Resorts am Roten Meer seit dem 1. Juli wiedergeöffnet. Bei Ankunft am Flughafen muss mit Einreisekontrollen und Temperaturmessungen gerechnet werden, außerdem ist eine Gesundheitskarte auszufüllen. Weitere nicht-europäische Länder ohne Einreisebeschränkungen sind beispielsweise Tansania oder Ruanda. Hier wird den Touristen jedoch ein negativer Covid-19-Test vor der Einreise abverlangt. Die Malediven empfangen seit dem 15. Juli wieder Touristen. Das Auswärtige Amt warnt jedoch noch vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in Länder außerhalb der EU oder den Schengen-assoziierten Staaten. Die Reisewarnung für die türkischen Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt.

Allgemeiner Hinweis
Bereits in wenigen Wochen wird der Start der Influenza-Saison auf der Nordhalbkugel erwartet. Es wäre viel gewonnen, wenn zukünftig möglichst viele Menschen gegen Influenza geimpft wären, auch um Doppelinfektionen und unnötige COVID-19-Verdachtsfälle zu vermeiden. Weiterhin sind gerade für Ältere und chronisch Kranke die Impfungen gegen Pneumokokken und Pertussis wichtig

 

Influenza: Impfstoff erwarten wir Mitte September
 
 

Ein Haus kann man nicht mit einem Ziegel bauen. Ähnlich verhält es sich mit der Grippeimpfung. Mit der Anzahl der durchgemachten Impfungen baut sich im Immunsystem im Laufe der Jahre ein Rundumschutz auf. Das Immunsystem erinnert sich auch noch nach Jahren. Die Viren ändern zwar ihre Kennung. Nach einiger Zeit wiederholt sich aber das Muster und die Impfung vor Jahren hilft dann noch. Impfstoff wird zur Zeit ausgeliefert.

Für Kinder bis zum 5. Lebensjahr wurde früher eine Impfung mittels Nasenspray angeraten. Diese Empfehlung wurde verlassen.

Auch außerhalb der Impfsaison wird die Grippeimpfung für Fern- besonders Flugreisen empfohlen.

Pneumokokken

Eine Pneumokokkenimpfung wird aktuell besonders chronisch Lungenkranken z.B.: COPD zusätzlich zur Grippe Imfung angeraten.  Es gibt allerdings Lieferengpässe.

Zecken

Unverändert impfen wir ganzjährig gegen Zecken. Diese übertragen zwei Krankheiten, die Borreliose und eine Hirnhautentzündung (FSME). Die Borreliose kann, rechtzeitig erkannt, medikamentös behandelt werden. Gegen FSME gibt es nur die vorbeugende Impfung. Der Impfstoff ist sehr gut verträglich, auch für Kinder. Überprüfen sie Ihren Impfausweis. Nach drei durchgeführten Impfungen hält der Schutz bei unter 50 jährigen bis fünf, bei über 50 jährigen für drei Jahre.
Alle durch die „StIKo“ (Ständige ImpfKommision) empfohlenen Impfleistungen sind von Zuzahlungen  befreit. Auch Reiseimpfungen werden von vielen Krankenkassen bezahlt. Fragen Sie Ihre Krankenkasse. Gerne erarbeiten wir einen Impfvorschlag für Sie, wenn Sie uns Ihren Impfausweis vorlegen.

Für Südschweden wird wegen gehäufter Erkrankungen die Zeckenimfung angeraten. (Quelle CRM)

Masern

Durch ungeimpfte Personen ist zu eine gefährlichen Ausbreitung von Masern gekommen. Dieser Personenkreis riskiert nicht nur  die Gesundheit der eigenen Kinder, sondern profitiert ungeniert vom Impfschutz der Umgebung. Vom Gesumndheitsministerium wird die Masernimpfung auch für Erwachsene angeraten. Es wird jedoch nicht gesagt, dass die Krankenkassen diese Impfung nicht in jedem Fall bezahlen. Nach dem neuen Gesundheitspräventionsgesetz können ungeimpfte Kinder vom Besuch von Gemeinschafteinrichtungen ausgeschlossen werden.

Seit Januar zahlen die gesetzlichen Krankenkassen auch Impfungen bei beruflich bedingten Auslandsaufenthalten, sowie bei beruflich veranlassten Impfungen, z.B. im Gesundheitswesen. Informieren Sie sich in unserer Praxis.

Reisemedizinische Informationsquellen:

www.auswaertiges-amt.de, www.rki.de, www.stiko.de, www.who.int

Information für Laien: www.fit-for-travel.de,  www.crm.de,  www.reisemed-experten.de, wwwimf-experten.de, wwwcsir.ch, wwwnc.cdc.gov/travel/

 

Rauchfrei

Einen neuen Kurs Rauchfrei nach Zertifikat IRT Bayern wird es auch wieder geben. Der Kurs ist gelistet bei der BZgA Bitte wenden Sie sich auch hier für nähere Informationen an die Praxis. Mittlerweile zahlen auch die RVO Kassen Kurse zur Raucherentwöhnung koplett bei Patienten mit COPD (Chronisch obstruktive Bronchitis), die in sogenannte DMP Qualitätsprogramme eingeschrieben sind.