Impfschutz beginnt in der Hausarztpraxis – und reicht bis ans andere Ende der Welt

Ein umfassender Impfschutz ist nicht nur für Fernreisen wichtig, sondern beginnt bereits im Alltag. In unserer hausärztlichen Praxis bieten wir alle empfohlenen Standardimpfungen an – individuell abgestimmt auf Alter, Gesundheitszustand und Lebensumstände. Ziel ist es, vermeidbare Infektionskrankheiten frühzeitig zu verhindern und Risikogruppen gezielt zu schützen:


COVID-19-Impfung: Organisation nach Bedarf
Der COVID-19-Impfstoff wird in Mehrfachampullen mit 6 Dosen geliefert. Damit keine Impfdosen verfallen, organisieren wir Impfungen, sobald sich 6 interessierte Personen gefunden haben. Wenn Sie eine Impfung wünschen, sprechen Sie uns gerne an – wir informieren Sie, sobald ein Termin möglich ist.

RSV-Impfung für Erwachsene
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit August 2024 für alle Personen ab einem Alter von 75 Jahren eine einmalige RSV-Impfung. Zudem wird Personen ab einem Alter von 60 Jahren, die an einer schweren Grunderkrankung leiden oder in einer Einrichtung der Pflege leben, eine einmalige RSV-Impfung empfohlen. Da die Wirksamkeit bisher nicht hinreichend belegt werden konnte, bieten wir diese Impfung in unserer Praxis noch NICHT an.

Influenza
Im September beginnt auf der Nordhalbkugel die Influenza-Saison. Eine möglichst hohe Impfquote ist wichtig, um Doppelinfektionen zu vermeiden und unnötige COVID-19-Verdachtsfälle zu reduzieren. Während der Pandemie konnte durch das Tragen von Masken die Verbreitung von Tröpfcheninfektionen deutlich gesenkt werden. Dies führte jedoch dazu, dass die allgemeine Immunität gegen Grippeviren in der Bevölkerung zurückging. Die Grippeimpfung trägt langfristig zum Schutz bei: Wiederholte Impfungen stärken das Immunsystem, das sich auch nach Jahren an bestimmte Muster erinnert. Obwohl sich die Viren regelmäßig verändern, kann eine frühere Impfung weiterhin einen gewissen Schutz bieten. Der aktuelle Impfstoff wird derzeit ausgeliefert.

Für Kinder bis zum 5. Lebensjahr wurde früher eine Impfung über Nasenspray empfohlen. Diese Empfehlung gilt heute nicht mehr. Bei Impfangst kann ein Schmerzpflaster hilfreich sein.

Auch außerhalb der regulären Impfsaison ist die Grippeimpfung sinnvoll – insbesondere bei Fern- und Flugreisen.

Pneumokokken und Pertussis
Eine Pneumokokkenimpfung wird aktuell besonders chronisch Lungenkranken z.B.: COPD zusätzlich zur Grippe Impfung alle 5 Jahre angeraten. Kinder und Jugendliche werden ab 2 Jahren bis zum17. Lj   werden mit PCV 20 geimpft, wenn bisher keine Impfung erfolgte. Wurde schon mit unterschiedlichen Impfstoffen geimpft, wir im Abstand von 1 Jahr mit PV 20 aufgefrischt, wenn ein Risiko für schwere Lungenerkrankungen besteht.

Das gilt auch für den Schutz vor Pertussis (Keuchhusten).

Zeckenschutzimpfung
Wir impfen ganzjährig gegen Zecken. Diese können zwei Erkrankungen übertragen: Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Borreliose lässt sich, rechtzeitig erkannt, medikamentös behandeln. Gegen FSME schützt ausschließlich die vorbeugende Impfung. Der Impfstoff ist sehr gut verträglich – auch für Kinder. Bitte überprüfen Sie regelmäßig Ihren Impfausweis. Nach drei durchgeführten Impfungen hält der Schutz bei Personen unter 50 Jahren bis zu fünf Jahre. Bei über 50-Jährigen beträgt die Schutzdauer drei Jahre. Für Südschweden wird dauerhaft wegen gehäufter Erkrankungen die Zeckenschutzimpfung angeraten. (Quelle CRM)

Masern
Durch ungeimpfte Personen ist zu eine gefährlichen Ausbreitung von Masern gekommen. Dieser Personenkreis riskiert nicht nur  die Gesundheit der eigenen Kinder, sondern profitiert ungeniert vom Impfschutz der Umgebung. Vom Gesundheitsministerium wird die Masernimpfung auch für Erwachsene angeraten. Es wird jedoch nicht gesagt, dass die Krankenkassen diese Impfung nicht in jedem Fall bezahlen. Nach dem neuen Gesundheitspräventionsgesetz können ungeimpfte Kinder vom Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen ausgeschlossen werden.

Mpox (Affenpocken)
Seit Oktober 2024 ist eine Impfung möglich

 

Alle von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen sind von Zuzahlungen befreit. Viele Krankenkassen übernehmen zudem die Kosten für Reiseimpfungen. Gerne erstellen wir für Sie einen individuellen Impfvorschlag, wenn Sie uns Ihren Impfausweis vorlegen.

 

Seit Januar 2026 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen auch Impfungen bei beruflich bedingten Auslandsaufenthalten, sowie bei beruflich veranlassten Impfungen, z.B. im Gesundheitswesen. Informieren Sie sich in unserer Praxis. Ungeimpfte Personen dürfen soziale Gemeinschaften nicht mehr besuchen. Personen, die nach 1970 geboren wurden und eine oder keine Masernimpfung haben, können sich auf Kassenkosten impfen lassen.

 

Reisemedizinische Informationsquellen:

www.auswaertiges-amt.de, www.rki.de, www.stiko.de, www.who.int

www.fit-for-travel.dewww.crm.de

 

Auslandsreisen (geschäftlich und privat)

Wer ins Ausland reist, sieht sich oft mit ganz anderen gesundheitlichen Risiken konfrontiert. Tropische Krankheiten, ungewohnte Hygienestandards oder länderspezifische Impfvorgaben machen eine individuelle reisemedizinische Beratung unverzichtbar.

Auf dieser Seite finden Sie regelmäßig aktualisierte Empfehlungen zu:

  • Reiseimpfungen (z. B. Hepatitis A/B, Typhus, Gelbfieber)
  • Malaria-Prophylaxe und andere Schutzmaßnahmen
  • Gesundheitsrisiken in bestimmten Regionen
  • Einreisebestimmungen mit Impfnachweis
  • Tipps zur Reiseapotheke und Notfallvorsorge

Ob Backpacking in Südostasien, Safari in Afrika oder Geschäftsreise nach Südamerika – wir sorgen dafür, dass Sie gut vorbereitet und geschützt unterwegs sind.

 

NEWS REISEMEDIZIN – aktuelle Meldungen (Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin)

+++ 27.01.2026+++

Ägypten:

  • Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Infektionen mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) bei Reiserückkehrern, besonders aus Hurghada. Hepatitis A ist ebenfalls sehr verbreitet. Auf den Verzehr von rohen Salaten und unzureichend gegarten Speisen sollte verzichtet werden. Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Lebensmittelhygiene und Impfschutz beachten.

Australien: 

  • Dengue – Seit Beginn letzten Jahres wurden ca. 1.700 Infektionen gemeldet, die meisten davon in den Bundesstaaten Western AustraliaNew South WalesVictoria und Queensland. 2024 wurden landesweit ca. 2.370 Fälle gemeldet. Besonders betroffen waren erneut die Bundesstaaten Western Australia, New South Wales und Victoria. Auf einen sehr guten Schutz vor tagaktiven Mücken ist zu achten, ggf. kann eine Impfung sinnvoll sein.

Brasilien: 

  • Alkoholvergiftung – Seit September letzten Jahres wird in mehreren Bundesstaaten eine deutliche Zunahme von Vergiftungen durch mit Methanol gepanschtem Alkohol gemeldet. Bis Anfang Oktober wurden 200 Fälle registriert, 2 Menschen sind verstorben. Mehrere Patienten sollen im Koma liegen. Die Herkunft der gepanschten Getränke ist noch nicht bekannt. Die Behörden warnen vor dem Konsum klarer Spirituosen
  • Chikungunya – Seit Beginn letzten Jahres wurden landesweit ca. 249.800 Verdachtsfälle gemeldet. 121 Menschen sind verstorben. Am stärksten betroffen ist der Bundesstaat Mato Grosso. 2024 wurden landesweit ca. 422.615 Verdachtsfälle und 213 Todesfälle gemeldet. Mitte 2014 haben die Gesundheitsbehörden die ersten lokalen Infektionen gemeldet. Seitdem hat sich die Infektion landesweit ausgebreitet. Auf einen sehr guten Mückenschutz ist zu achten, außerdem kann ggf. eine Impfung sinnvoll sein.

  • Dengue – Im gesamten Land besteht ein hohes Risiko für Dengue. Seit Beginn letzten Jahres wurden landesweit ca. 3.793.700 Verdachtsfälle gemeldet. 1.780 Menschen sind verstorben. Besonders betroffen ist der Bundesstaat São Paulo, dort haben die Behörden den medizinischen Notstand ausgerufen. 2024 wurden landesweit etwa 10.232.875 Verdachtsfälle und 6.103 bestätigte Todesfälle registriert. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Fallzahlen mehr als verdreifacht. Auf einen sehr guten Schutz vor tagaktiven Mücken ist zu achten, außerdem ist eine Impfung zu empfehlen.
  • Gelbfieber – Im Februar letzten Jahres ist ein Teenager aus der Gemeinde Breves (Bundesstaat Pará) verstorben. Seit Anfang März wurden im Bundesstaat Pará 63 Infektionen und 7 Todesfälle bestätigt. Im Bundesstaat São Paulo wurden im letzten Jahr 60 Infektionen bestätigt. Mindestens 34 Menschen sind verstorben. Im Bundesstaat Minas Gerais sind 5 Menschen verstorben und 7 weitere erkrankt. Im Bundesstaat Tocantins ist Mitte Februar ein Arbeiter aus Peru verstorben. Das Gesundheitsministerium hat Touristen vor einem Anstieg der Fallzahlen gewarnt und zur Impfung geraten. 2024 wurden landesweit 8 Infektionen beim Menschen bestätigt. Es gab 4 Todesfälle. Für den Aufenthalt in Brasilien wird eine Impfung empfohlen.
  • Oropouche-Fieber – Seit Beginn letzten Jahres wurden rund 11.980 Infektionen gemeldet. 5 Menschen sind verstorben. Die meisten Fälle wurden im Bundesstaat Espirito Santo (SW) registriert. 2024 ist die Zahl der bestätigten Infektionen landesweit auf ca. 13.780 gestiegen, 4 Menschen sind verstorben. 2023 wurden landesweit 832 Erkrankungen bestätigt, die meisten stammen aus dem Bundesstaat Amazonas (NW). Das Virus wird von Gnitzen und vorwiegend nachtaktiven Mücken übertragen. Die Erkrankung führt zu einem akuten fieberhaften Syndrom inklusive Gelenk- und Gliederschmerzen sowie Erbrechen. Mückenschutz beachten.

Dominikanische Republik: 

  • Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Die Dominikanische Republik gehört zu den Urlaubsländern mit den höchsten Fallzahlen für Reisediarrhöen. Vereinzelt kann es auch zu Cholera-Infektionen kommen. Hygiene beachten, evtl. Impfung erwägen.
  • Dengue – Seit Beginn letzten Jahres wurden ca. 1.920 Verdachtsfälle registriert. 2024 wurden ca. 10.250 Erkrankungen registriert. 12 Menschen sind verstorben. 2023 wurden ca. 27.970 Verdachtsfälle registriert. 62 Menschen sind verstorben. Auf einen sehr guten Schutz vor tagaktiven Mücken ist zu achten, außerdem ist eine Impfung zu empfehlen.

Indien: 

  • Chikungunya – Im Jahr 2025 wurden bis Ende November landesweit etwa 165.970 Verdachtsfälle und 8.403 bestätigte Infektionen registriert. Am stärksten betroffen sind die Bundesstaaten Maharashtra und Karnataka. 2024 wurden landesweit ca. 240.180 Verdachtsfälle gemeldet, 17.930 Infektionen wurden bestätigt. Schutz vor tagaktiven Überträgermücken (Aedes-Arten) beachten, außerdem kann ggf. eine Impfung sinnvoll sein.

  • Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Mit Cholera ist regional zu rechnen. Typhus, Paratyphus sowie die oral übertragenen Formen der Hepatitis sind in ganz Indien endemisch. Milzbrand kommt sowohl in der kutanen wie in der intestinalen Form immer wieder bei Einheimischen vor. Hygiene und Impfschutz beachten.
  • Dengue – Bis Anfang August letzten Jahres wurden in der Metropolregion Delhi die höchsten Fallzahlen der letzten 5 Jahre gemeldet. Bis Ende November letzten Jahres wurden landesweit ca. 113.450 Erkrankungen gemeldet, 95 Menschen sind verstorben. 2024 wurden ca. 233.520 Fälle registriert. Rund 300 Menschen sind verstorben. Besonders betroffen waren die Bundesstaaten Kerala, Karnataka und Tamil Nadu. 2023 wurden etwa 289.235 Erkrankungen und 485 Todesfälle gemeldet. Auf einen sehr guten Schutz vor tagaktiven Mücken ist zu achten, außerdem ist eine Impfung zu empfehlen.
  • Hepatitis-A – Im Jahr 2025 wurden im Bundesstaat Kerala rund 31.540 Fälle registriert, 82 Menschen sind verstorben. Die Fallzahlen liegen etwa siebenmal höher als im Jahr 2023. Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene sorgfältig beachten, eine Impfung ist für alle Reisenden empfohlen.
  • Japanische Enzephalitis – Seit Anfang letzten Jahres wurden landesweit ca. 805 Erkrankungen und 84 Todesfälle gemeldet. Die meisten Infektionen wurden erneut im Bundesstaat Assam (NO) registriert. Ende November 2024 wurde im Westen der Hauptstadt Neu-Delhi die erste Infektion seit 2011 gemeldet. 2024 wurden landesweit rund 1.465 Fälle von Japanischer Enzephalitis (JE) registriert. 105 Menschen sind verstorben. Expositionsprophylaxe und evtl. Impfung durchführen!
  • Malaria – Seit Januar letzten Jahres wurden landesweit rund 221.875 Erkrankungen und 52 Todesfälle registriert. Die meisten Infektionen stammen erneut aus den Bundesstaaten Odisha, Chhattisgarh und Jharkhand. 2024 wurden landesweit ca. 257.385 Fälle gemeldet. 62 Menschen sind verstorben. Sehr guter Mückenschutz ist immer zu beachten, die Mitnahme einer Notfallmedikation in der Regel sinnvoll und je nach Ausbruchslage auch eine Chemoprophylaxe zu diskutieren.
  • Tollwut – Indien gehört weltweit zu den Ländern mit den höchsten Fallzahlen bei Tieren und Menschen. Ende Juli letzten Jahres ist ein 6-jähriges Mädchen in Neu-Delhi verstorben. Pressemeldungen zufolge werden in der Stadt täglich etwa 2.000 Hundebisse gemeldet. In der Stadt Hyderabad (Bundesstaat Telangana, S) hat sich die Zahl der Todesfälle seit dem Jahr 2022 vervierfacht. Im letzten Jahr sind 32 Menschen verstorben. Im Bundesstaat Kerala (S) hat sich die Zahl der Bisse durch streunende Hunde seit 2017 mehr als verdoppelt und die Zahl der Tollwut-Todesfälle etwa verdreifacht. Im letzten Jahr wurden mindestens 25 Todesfälle registriert. Hauptüberträger ist der (streunende) Hund. Betroffen sind auch die Großstädte. Bei verdächtigen Tierkontakten sofort Arzt aufsuchen und auf Verwendung moderner Gewebekultur-Impfstoffe achten. Eine vorbeugende Impfung ist für alle Reisenden empfehlenswert.

Indonesien: 

  • Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Cholera-Ausbrüche werden sporadisch aus West Papua gemeldet, mit Typhus ist zu rechnen. Hygiene und Impfschutz gegen Typhus weiterhin beachten.
  • Dengue – Bis Ende August letzten Jahres wurden landesweit rund 118.020 Infektionen und mindestens 385 Todesfälle gemeldet. Bis Mitte Oktober 2024 wurden landesweit etwa 203.921 Infektionen bestätigt. 1.210 Menschen sind verstorben. Auf einen sehr guten Schutz vor tagaktiven Mücken ist zu achten, außerdem ist eine Impfung zu empfehlen.
  • Poliomyelitis – 2024 wurden 7 Infektionen mit Impfstoff-abgeleitetem Poliovirus Typ 2 (cVDPV2) gemeldet. 2023 wurden auf den Inseln Sumatra und Java insgesamt 6 Infektionen mit Infektionen mit bestätigt. Bereits im November 2022 war auf der Insel Sumatra ein Kind erkrankt. Es ist der erste Polio-Nachweis im Land seit 2019. Durch das Auftreten des VDPV wird das Land zu einem Land mit potentiellem Risiko der internationalen Verbreitung des Erregers. Infolge dessen sollten alle Personen (Einheimische und Touristen), die sich länger als 4 Wochen im Land aufgehalten haben, bei der Ausreise eine Impfung gegen Polio vorweisen können. Die Impfung muss zwischen 4 Wochen und einem Jahr vor der Abreise erfolgen und in einem international gültigen Impfausweis dokumentiert sein.
  • Tollwut – Ende September letzten Jahres wurden 15 Wanderer bei der Besteigung des Mount Batukaru (Insel Bali) von einem tollwütigen Hund gebissen. Alle wurden medizinisch versorgt. Ende Februar letzten Jahres ist ein 35-jähriger Mann auf der Insel Bali verstorben. Presseberichten zufolge sind im letzten Jahr 12 Menschen verstorben. Seit Auftreten der ersten Fälle im November 2008 hat sich die Infektion auf Bali schnell unter Hunden verbreitet und kommt nun regelmäßig vor. Auch Touristengebiete sind betroffen. Auch aus anderen Regionen Indonesiens werden Fälle berichtet. Bei verdächtigen Tierkontakten ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Eine vorbeugende Impfung wird vor allem bei vorhersehbarem Risiko und bei längeren Aufenthalten dringend empfohlen. Eine Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt sollte rechtzeitig vor der Reise erfolgen.

Südafrika:

  • Tollwut – 2025 sind in der Provinz Limpopo 3 und in der Provinz Eastern Cape 4 Menschen verstorben, in der Provinz KwaZulu-Natal gab es einen Todesfall. 2024 wurden landesweit 8 Todesfälle registriert. 2023 wurden 12 Fälle beim Menschen bestätigt, 2022 waren es 13. Besonders betroffen waren die Provinzen Limpopo, KwaZulu-Natal und Eastern Cape. Landesweit wird seit 2022 eine starke Zunahme tollwütiger Hunde beobachtet. Tollwut kommt bei Tieren landesweit vor, betroffen sind u.a. Schakale, Mangusten, Kühe, ungeimpfte Hunde und Katzen. 2024 wurden in Kapstadt erstmals Infektionen bei einem Südafrikanischen Seebären (Arctocephalus pusillus) bestätigt. Die häufigste Infektionsquelle für den Menschen sind Hundebisse. Bei entsprechenden Kontakten sofort einen Arzt aufsuchen, bei vorhersehbarem Risiko und längerem Aufenthalt vorbeugende Impfung empfohlen.

Tansania:

  • Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Es kommt regelmäßig zu örtlich begrenzten Cholera-Ausbrüchen. Seit September 2023 gibt es Ausbrüche in 23 Regionen. Hygiene sorgfältig beachten, ggf. ist eine Impfung zu erwägen.
  • Gelbfieber – Das Infektionsrisiko für Gelbfieber in Tansania wird von der WHO als gering eingestuft, eine Impfung wird nicht generell empfohlen. Entsprechend der offiziellen Einreiseimpfvorschriften (ITH 2020) wird eine Gelbfieberimpfung bei Einreise aus Endemiegebieten für Personen, die älter als 1 Jahr sind, verlangt. Erfahrungsgemäß ändern sich die Bestimmungen häufig und die Angaben der verschiedenen Behörden weichen voneinander ab. Die Bestimmungen werden manchmal auch an einigen Flughäfen (Kilimanjaro Airport in Arusha) oder von einzelnen Grenzbeamten unterschiedlich ausgelegt und gehandhabt. Entgegen der offiziellen Angaben wird bei der Einreise nach Sansibar häufig eine Gelbfieberimpfung verlangt. Eine offizielle Erklärung des sansibarischen Gesundheitsministeriums ist auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes veröffentlicht.

Thailand: 

  • Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit, örtlich ist auch mit kleineren Cholera-Ausbrüchen zu rechnen. Hygiene beachten.
  • Dengue – Seit Beginn letzten Jahres wurden ca. 51.800 Infektionen und 46 Todesfälle gemeldet. 2024 wurden ca. 102.930 Erkrankungen und 175 Todesfälle registriert. 2023 wurden ca. 159.220 Infektionen und 179 Todesfälle gemeldet. Besonders betroffen waren die Provinzen Trat, Nan, Chanthaburi, Rayong und Mae Hong Son sowie die Hauptstadt Bangkok. Auf einen sehr guten Schutz vor tagaktiven Mücken ist zu achten, außerdem ist eine Impfung zu empfehlen.
  • Melioidose – Bis Ende Juli 2025 wurden landesweit ca. 2.040 Infektionen und 92 Todesfälle gemeldet. Besonders betroffen ist der Nordosten des Landes Die perkutane Übertragung über kleine Hautwunden kann vor allem bei Älteren und Immungeschwächten zu schweren Krankheitsbildern und Sepsis führen. Wundhygiene beachten, Kontamination verletzter Haut mit Erdreich und Oberflächenwasser vermeiden.
  • Tollwut – In Bangkok und in der angrenzenden Provinz Samut Prakan haben die Behörden für mehrere Bezirke eine Warnung herausgegeben, nachdem einige Tiere positiv getestet wurden. Einwohnern und Touristen wird geraten, den Kontakt zu streunenden Tieren, insbesondere Hunden und Katzen, zu meiden. Nach verdächtigen Tierkontakten ist umgehend ein Arzt aufzusuchen. Bei vorhersehbarem Risiko kann eine vorbeugende Impfung sinnvoll sein.

USA:

  • Dengue – Im Oktober wurde die erste autochthone Infektion im Jahr 2025 im Bundesstat Kalifornien bestätigt. Im Bundesstaat Florida wurden seit Februar 2025 60 autochthone Infektionen gemeldet. Betroffen sind die Countys Miami-Dade, Brevard, Hillsborough und Pasco. Auf einen sehr guten Schutz vor tagaktiven Mücken ist zu achten, bei Aufenthalt in betroffenen Gebieten ist ggf. eine Impfung zu erwägen.
  • Masern – In diesem Jahr wurden bisher 171 Fälle gemeldet. Seit Oktober 2025 gibt es im Bundesstaat South Carolina einen Ausbruch mit bisher 434 Erkrankungen. Im Jahr 2025 wurden in 45 Bundesstaaten ca. 2.220 lokale Fälle registriert. 3 Menschen sind verstorben. Am stärksten betroffen sind die Bundesstaaten TexasArizona, South Carolina, Utah und New Mexico. 2024 wurden landesweit 285 Erkrankungen verzeichnet. Vor dem Aufenthalt im Ausland sollte immer der Standardimpfschutz überprüft und ggf. ergänzt werden.
  • Pest – Seit Juli 2025 wurden aus verschiedenen Bundesstaaten Infektionen beim Menschen registriert, die beim Camping-Urlaub erworben wurden. Im Coconino County (Bundesstaat Arizona) ist, erstmals seit 2007, ein Mensch an Lungenpest verstorben. Im Westen der USA, besonders in den Bundesstaaten Arizona, New Mexico, Utah und Colorado, gibt es ausgedehnte Naturpestherde, wo der Erreger in zahlreichen wildlebenden Kleinsäugern, vorwiegend Hörnchen (Präriehunde), aber auch in Katzen vorkommt. Kontakt mit derartigen Tieren sollte gemieden werden. Übliche Repellents schützen auch vor Flohbissen.

Vietnam: 

  • Dengue – Im Jahr 2025 wurden landesweit ca. 184.900 Infektionen und 43 Todesfälle gemeldet. Besonders im Süden des Landes sind die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. 2024 wurden landesweit ca. 138.345 Erkrankungen und 26 Todesfälle registriert. Auf einen sehr guten Schutz vor tagaktiven Mücken ist zu achten, außerdem ist eine Impfung zu empfehlen.
  • Tollwut – Anfang dieses Jahres ist je ein Mensch in der Provinz Son La und in der Provinz Lao Cai verstorben. Bis Anfang November 2025 wurden landesweit rund 60 Infektionen registriert. 2024 wurden landesweit 89 Todesfälle gemeldet. Besonders betroffen waren die Provinzen Binh Thuan, Dak Lak, Nghe An und Gia Lai. 2023 sind insgesamt 82 Menschen an einer Tollwutinfektion verstorben. Bei verdächtigen Tierkontakten ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Eine vorbeugende Impfung wird vor allem bei vorhersehbarem Risiko und bei längeren Aufenthalten dringend empfohlen. Eine Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt sollte rechtzeitig vor der Reise erfolgen.
  • Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit, auch Cholera ist endemisch. Nahrungs- und Trinkwasserhygiene beachten.