Koronarsportgruppe

Herz- Kreislauf Gruppe (früherKoronarsportgruppe) im TUS Feuchtwangen

Stand Juli 2016

Im Oktober 2010 hat Herr Dr. Müller die Qualifikation „Kardiovaskulärer Präventivmediziner DGPR“ erlangt. Die DGPR vertritt die Interessen der Koronarsportgruppen gegenüber den Leistungszahlern. So wurde im September 2011 mit den Ersatzkassen vereinbart „Gesundheitsbildungsmaßnahmen“ für ihre Versicherten durchzuführen. Dazu gehören: Krankheitsbewältigung bei Hypertonie, Risikofaktor Psyche, Kardiovaskuläre Risikofaktoren, Ernährung, Körperliche Aktivität und Training, Koronare Krankheitsbilder, Primär- und Sekundärprävention und Risikofaktor Rauchen. Diese Qualifikation bedingt aber auch eine jährliche Fortbildung auf dem Gebiet der Herz-, Kreislauferkrankungen. Auf der letzten Tagung der DGPR wurde ein neues Konzept beschlossen. Gesundheitsprävention im Bereich Herz- Kreislauf- Sport müsse über die reine körperliche Betätigung auch Schulungen zum Thema Ernährung, Risiskominimierung durch Raucherentwöhnung beinhalten. Zielgruppe sind nunmehr nicht nur Patienten mit Koronarer Herzkrankheit sondern auch Menschen mit Herzschwäche. Diesem Ziel entsprechend werden eigene Qualifikationskurse für Übungsleiter angeboten.

Zur Geschichte der Koronarsportgruppe:

Nach erheblichen organisatorische Schwierigkeiten, langwierigen Verhandlungen mit dem TUS Feuchtwangen, Spendenbitten um Finanzierung der nicht billigen technischen Ausstattung (ca. 17.000 DM), Suchen einer Sporthalle, Betreiben der Anerkennung in der „Arbeitsgemeinschaft Behindertensport in Bayern“ als Voraussetzung für die Bezahlung durch die Krankenkassen, gelang es schließlich im Februar 1987 eine solche Gruppe in Feuchtwangen zu gründen.

Mit dabei waren die Feuchtwanger Ärzte Dr. Wolfgang Kelm und Dr. Hermann Schweiger. Übungsleiter der „Ersten Stunde“ waren Ulrike Rochhausen, Evelyn Günther und Günther Färber.

1992 spaltete sich aus der Koronarsportgruppe die Herz-Kreislaufgruppe unter der Leitung von Frau Evelyn Günther ab, weil hier die Zielrichtung eher in der Vorbeugung von Erkrankungen und nicht in der Nachbehandlung gesehen wurde. Frau Günther erhielt für die vorbildliche Arbeit mit ihren Gruppen später das Gütesiegel „Sport pro Gesundheit“. Nachdem Frau Günther aus persönlichen Gründen die Betreuung der Gruppe aufgab, gliederte sich diese wieder in ihren Ursprung, der Koronarsportgruppe, ein, wo sie heute noch angesiedelt ist. Eine der wesentlichen Funktionen heute besteht darin, die Patienten aufzufangen, die aus der Förderung der Koronarsportgruppe durch die Krankenkassen herausgefallen sind.

Begann die erste Stunde noch mit zwei Übungsleitern und fünf Patienten in der Turnhalle der Volksschule Stadt, nehmen heute über 50 Mitglieder die Gelegenheit war, ihre Gesundheit zu stabilisieren.

Die Koronarsportgruppe ist eine ständige Einrichtung und arbeitet nicht nur kursorisch. Lediglich in den Schulferien pausieren wir mangels Übungsraum. Dann finden jedoch durch die Gruppenmitglieder organisierte Ausflüge statt. Mittlerweile eine feste Gepflogenheit, mit festen Zielen und festen Gastgebern.

Wie überhaupt die Gruppe schon lange aus sich heraus lebt, sich organisiert, gemeinsame Veranstaltungen durchführt zu einer Familie zusammen gewachsen ist, in der jeder Neuankömmling freundschaftlich aufgenommen wird.

Mit dieser freundlichen, freundschaftlichen Grundstimmung wurde die Gruppe von Frau Ulrike Rochhausen infiziert, die auch gern von den Mitgliedern als Mutter der Gruppe gesehen wurde und die ihrerseits die Gruppenmitglieder als ihre „Herzileins“ beschrieb. Nach ihrem von vielen sehr bedauerten Ausscheiden wuchs aus der Gemeinschaft eine nicht minder beliebte Leit- und Lichtgestalt namens Leo Ziegler. Und weitere Knospen sind an festen Stamm der Koronarsportgruppe schon auszumachen. Um den Fortbestand der Gruppe muss einem nicht bange sein.

Neben der wohldosierten sportlichen Betätigung, werden die Teilnehmer regelmäßig in Wiederbelebung geschult, nach Möglichkeit auch die Lebenspartner. Wie zu hören war, konnten diese Kenntnisse auch schon erfolgreich angewendet werden. Dazu wird vom Förderverein der Rettungsdienste in Feuchtwangen, der sich auch die Breitenausbildung auf die Fahnen geschrieben hat, eine Übungspuppe zu Verfügung gestellt.

2004 erhielt die Koronarsportgruppe Feuchtwangen vom Deutschen Sportbund das Gütesiegel „Sport pro Reha“.

1792008 wurde die bisher eigenständige Koronarsportgruppe der im TUS neugeschaffenen Abteilung Behindertensport angegliedert, bestand aber mit Erfolg darauf, ihre Eigenständigkeit auch in der Neugliederung zu bewahren. Die Übungsleitung übernehmen Fred Hollatz  sowie Mario Tille. Ehrenamtlich arbeiten in der Gruppe die Ärzte  Dr. Fuchs und  Reile mit

Mitmachen kann jeder der seine Herz- Kreislaufgesundheit stärken will. Bei einer Teilnehmerzahl von deutlich über 50 muss aber ein kleines Reglement eingehalten werden. Dazu verpflichten sich die Teilnehmer im schriftlichen Aufnahmeantrag. Aus Haftungsgründen ist es erforderlich die Mitgliedschaft im TUS zu erwerben.

Anträge auf Kostenerstattung kann jeder Hausarzt bei den Krankenkassen stellen. Als im Verzeichnis der anerkannten Koronarsport Gruppen in Bayern, kann auch eine unmittelbare Überleitung nach einer Medizinischen Reha erfolgen. Sollte die Finanzierung über Krankenkassen oder Rehaträger scheitern gibt es noch die Möglichkeit über die oben erwähnte Herz- Kreislaufgruppe teilzunehmen.